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Frontdoors
Weshalb die Australier überhaupt Türen in die Vorderseite ihrer
Häuser bauen, ist eine philosophische Frage, die bis heute nicht
geklärt werden konnte. Wer benutzt denn schon die Haustüre, wenn
der Hintereingang doch gleich um die Ecke ist. Dies führt zu einer
weiteren interessanten Frage: Warum wird vor allem der Hintereingang
benützt, wenn dieser doch schwieriger zu erreichen ist, als der
Vordereingang. Ich habe da so meine Theorien:
- Australier sind sehr casual, easy going. Das benützen des Vordereingangs
wäre etwas zu konservativ.
- Viele Vordertüren führen direkt ins Wohnzimmer. Durch das Benützen
des Hintereingangs, verschont man den Teppich und macht nur den
Plattenboden in der Küche schmutzig.
- Australier sind in der Regel nicht oft zu Fuss unterwegs. Das
Benützen der Hintertür lässt sie immerhin 10 Schritte mehr gehen.
Die Vordertüre muss aber doch einen Zweck haben. Dazu habe ich
die folgenden Theorien:
- Australier sind ein soziales Volk. Ein Haus ohne Vordertür würde
wenig einladend wirken.
- Das Baugewerbe muss unterstützt werden.
- Nur ein Ein- resp. Ausgang würde die Australier zu fest einschränken.
- Besucher lassen sich schnell unterscheiden. Freunde klopfen
nicht an der Vordertür, also muss es ein Vertreter oder ein Zeuge
Jehovas sein.
Dass die Vordertüren tatsächlich nicht oft benützt werden, merkte
ich, als ich das Haus von Freunden - das ich selbstverständlich
durch den Hintereingang betreten hatte - durch den Vorderausgang
verliess. Ich machte mir noch keine Gedanken, als ich Spinnfäden
auf meiner Stirn fühlte, schliesslich passiert das oft in der Schweiz.
Doch dann sah ich im Augenwinkel zwei squashballgrosse, schwarze
Kugeln wegspicken. Seither benütze ich nur noch Hintertüren!
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